Unsere Kurse:
IntensivKurs 25 Stunden / Woche
Gruppenunterricht von 09:00 Uhr - 14:00 Uhr mit maximal 5 TeilnehmernSUPER-Intensiv-Kurs 30 Stunden / Woche
Gruppenunterricht von 09:00 Uhr - 14:00 Uhr mit maximal 5 Teilnehmernplus einer privaten Unterrichtsstunde von 14:00 Uhr - 14:50 Uhr
SUPER-IntensivPLUS-Kurs 35 Stunden / Woche
Gruppennterricht von 09:00 Uhr - 14:00 Uhr mit maximal 5 Teilnehmernplus zwei privaten Unterrichtsstunden Privatunterricht von 14:00 Uhr - 15:50 Uhr. Von 15:50 Uhr - 16:05 Uhr wird eine Hausaufgabenbetreuung angeboten (die Teilnahme ist freiwillig - ausser bei Bildungsurlaub)
Eine Unterrichtsstunde dauert 50 Minuten.
Wir haben keine Mindestteilnehmerzahl (ausser bei unseren Spezialprogrammen), der Unterricht findet bereits mit einem Teilnehmer statt.
Die LehrerInnen der Kurse wechseln jede Woche, um den StudentInnen die Möglichkeit zu bieten, verschiedene Stimmen, unterschiedlichen Wortschatz, Akzente und Betonungen der Sprache zu hören.
Alle Unterrichtsstunden, Diskussionen, Vorträge und Besuche sind in spanischer Sprache. Bei Bedarf wird ins Englische übersetzt.
Wir beginnen jeden Morgen mit drei Stunden intensivem Sprachunterrichts von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr, gefolgt von einer „práctica“-Phase von 12.20 Uhr bis 14.00 Uhr. An wechselnden Tagen haben wir auch Diskussionen am „runden Tisch“ oder ReferentInnen zu verschiedenen nationalen und internationalen Themen. Darüber hinaus bieten wir während der Woche verschiedene kulturelle Aktivitäten, wie z.B. Videos, Kochen und Tanzstunden, die Teilnahme an lokalen Fiestas, Museumsbesuche, umliegenden „pueblos“, Pyramiden und mehr.
StudentInnen können jeden Montag mit dem Kurs beginnen.
Bei Ankunft folgt nach einem schriftlichen Sprachtest ein kurzes Gespräch, um ihre Spanischkenntnisse festzustellen und sie in die richtige Gruppe einzustufen.
CETLALIC is ganzjährig geöffnet. StudentInnen können jeden Montag mit dem Unterricht beginnen, ausgenommen nationale Feiertage (1. Januar, 5. Februar*, 21. März, 1. Mai, 16. September, 20.* November, 25. Dezember)
* Diese Feiertage werden auf den nachfolgenden Montag verlegt, falls sie auf einen Wochenendtag fallen.
Unsere Methode
Paulo Freire und seine Pädagogik
Paulo Freire war ein Lehrer in den 1960ern, der ein Erwachsenenbildungsprogramm für den bitterarmen Nordosten Brasiliens entwickelte, welches zur Grundlage seiner Erziehungsphilosophie wurde. Paulo Freire spricht vom „schaffenden Wort”, das aus dem persönlichen Lebensumfeld der Studierenden genommen werden soll, um es mittels deren aktiver Teilnahme zum Fortkommen und Lernen zu verwenden.Zusammengefasst lehrt uns diese Philosophie, dass „diejenigen, welche – durch das Lesen und Schreiben lernen – zu einem bewußteren Selbstbild kommen und beginnen, kritisch auf die soziale Situation zu schauen, in der sie sich befinden, oft aktiv werden, um die Gesellschaft zu verändern, die ihnen die Gelegenheit zur Teilnahme verweigert hat.“ (Paulo Freire, Pedagogy of the Oppressed. New York, NY: The Continuum Publishing Company, 1989, Vorwort von Richard Shaull, S.9.)
CETLALICs Anwendung der Freire’schen pädagogischen Methoden
Die Methode, die wir verwenden, ist einzigartig in Cuernavaca und übrigens auch in vielen Teilen Lateinamerikas und Spaniens. Sie ist ein Versuch, sich von traditionellen mechanischen Methoden zu lösen, welche oft auch ideologische Unterdrückung fördern. Es war nicht leicht, das, was wir als LehrerInnen jahrelang getan haben – und was wir als SchülerInnen selbst während unserer Erziehung erlebt haben – zu ändern. Paulo Freire betont das „schaffende Wort”, welches aus den persönlichen Lebensumständen der Studierenden kommen und wiederum auf diese angewandt werden soll. Die Aufgabe der LehrerInnen ist es, offen, mit Respekt und vor allem bescheiden aufzutreten, um eine horizontale Beziehung (im Gegensatz zu einer vertikalen, d.h. über- vs. untergeordnete Rollen einnehmend) mit den Studierenden zu schaffen. Da wir mit Menschen aus anderen Kulturen arbeiten, können wir nicht „die“ schaffenden Wörter benutzen. Dennoch wird das Konzept angewandt, wenn bspw. besondere Grammatiklektionen durchgenommen werden oder Aktivitäten durchgeführt werden, bei denen die Studierenden aktiv teilnehmen und so einen Einblick in die Realität der spanischen Sprache, wie sich in der Kultur Mexikos manifestiert, bekommen. All dies geschieht durch eine Verbindung von Unterricht im Klassenraum und direktem Erleben der Kultur.Für uns ist Sprachunterricht die Vermittlung von Kultur – diese beiden sind untrennbar, und es ist nicht möglich, eins von beiden ohne das andere zu lehren oder zu lernen. Die „Kultur“, von der wir dabei sprechen, ist nicht irgendein idyllisch-romantisches Konzept, sondern es ist die gegenwärtige, konkrete Realität eines Volkes, dessen Erbe, Widersprüche und Probleme umumgänglich sind, um seine Sprache zu verstehen.